Aktuelles aus dem Projekt

08.08.2016

ew aktuell und stadt+werk berichten über SW-Agent

Malcolm Yadack und Professor Andreas Pyka von der Uni Hohenheim hatten sich in einer agentenbasierten Modellierung intensiv mit der Fragestellung beschäftigt, welche Motive für die Wahl eines Stromanbieters ausschlaggebend sind und welche Rolle Regionalität dabei spielt.

Nach dem erfolgreichen Abschluss des Forschungsprojektes SW-Agent berichtet ew aktuell in der Ausgabe vom 28. Juli (Seite 5): “Regionalität bietet Stadtwerken neue Geschäftsmodelle“. stadt+werk  veröffentlichte unter dem Titel “Stadtwerke profitieren von Regionalität” einen Beitrag auf ihrer Internetseite über die Forschungsergebnisse der Uni Hohenheim.

 

 

09.03.2016

Abschlussveranstaltung von SW-Agent in Hohenheim

SchlossHohenheimBalkonsaalZum Ende der Laufzeit des Forschungsprojektes SW-Agent findet eine abschließende Veranstaltung am 14.04.2016 im Schloss der Universität Hohenheim statt. Vertreter von Energieversorgern und -dienstleistern sowie der Forschung werden sich den Tag über mit verschiedenen Fragestellungen rund um das Thema „Innovative Geschäftsmodelle und neue Technologien in der Energiewende“ beschäftigen. Hierzu gibt es Vorträge u.a. zu den Themen Vorzeigeprojekten in Baden-Württemberg, der Akzeptanz innovativer Technologien bei Stadtwerken und der Versorgung einem Land wie Singapur. Eine Posterausstellung mit erarbeiteten Ergebnissen von Studenten sorgt zusätzlich für Informationen und interessante Gesprächsthemen.

Wir sind schon gespannt auf einen spannenden und sicherlich lehrreichen Tag!

 

 

08.03.2016

Teilnahme von Malcolm Yadack am Engerati-Webinar

MalcolmYadack - website

Malcolm Yadack vom Lehrstuhl für Innovationsökonomik der Uni Hohenheim wird am heutigen Dienstag, den 08.03.2016, um 15:00 an einem von Engerati veranstalteten Webinar zum Thema „Microgeneration & Large Consumers – Building the business case for investment“ teilnehmen. Weitere Informationen finden sich hier.

 

 

20.08.2014

Ehrung der TU Berlin und der Uni Hohenheim als „Ausgezeichneter Ort“ für das Projekt SW-Agent

Preisverleihung "Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen" 2014/15

©Deutschland – Land der Ideen/Bernd Brundert

Mit dem Projekt „SW-Agent: Stadtwerke als Gestalter der Energiewende – modellbasierte Entwicklung neuer Geschäftsmodelle“ gehören die TU Berlin und die Universität Hohenheim zu den 100 Preisträgern des bundesweiten Wettbewerbs „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen 2014/15“. Der Wettbewerb steht in diesem Jahr im Zeichen des Mottos „Innovationen querfeldein – Ländliche Räume neu gedacht“. Damit würdigen die Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ und die Deutsche Bank Ideen und Projekte, die Lösungen für die Herausforderungen der ländlichen Regionen bereithalten.

Die feierliche Preisverleihung erfolgte am 20.08.2014 im Lichthof der TU Berlin in Anwesenheit von über 100 Gästen. Jörg Chmielewski, Leiter der Region Nord der Deutschen Bank, überreichte die Auszeichnung als „Ausgezeichneter Ort“ an Prof. Christine Ahrend, Erste Vizepräsidentin der TU Berlin, an Prof. Georg Erdmann, Leiter des Fachgebiets Energiesysteme, an Markus Graebig, Projektleiter für SW-Agent am Fachgebiet Energiesysteme, und an Van Yadack von der Universität Hohenheim und betonte: „Sie sind ein hervorragendes Beispiel dafür, was Innovationen brauchen: die ganzheitliche Vernetzung zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Ökologie. Sie ist der Schlüssel für eine erfolgreiche Zukunft gerade des ländlichen Raums.“

Auszeichnung Land der Ideen

©Deutschland – Land der Ideen/Bernd Brundert

Frau Prof. Ahrend hob in ihrer Ansprache hervor, dass die TU Berlin sich mit der heutigen Auszeichnung nicht nur als Vordenkerin in Sachen Energiewende, sondern auch inihrem Anspruch als kreative Ideengeberin für Praxis und Gesellschaft bestätigt sieht.

Wir freuen uns sehr, dass unsere Arbeit als „Ausgezeichneter Ort“ gewürdigt wurde und wir damit helfen können, Lösungen für die Herausforderungen der ländlichen Regionen aufzuzeigen. Unsere Vision ist es, Stadtwerke zu modernen Dienstleistern in ihren Regionen zu machen – mit Angeboten, die weit über den Verkauf von Strom und Gas hinausgehen und sich passgenau an den Bedürfnissen der jeweiligen Region orientieren. Stadtwerke und ländliche Räume können gemeinsam gestärkt aus der Energiewende hervorgehen, wenn sie sich als kluge, kreative Innovatoren erweisen. SW-Agent versteht sich hierbei als Katalysator und Impulsgeber.

 

 

01.07.2014

SW-Agent ist eine „Innovation querfeldein“

Das Projekt SW-Agent gehört zu den 100 Preisträgern des bundesweiten Wettbewerbs „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“ 2014. Der Wettbewerb steht in diesem Jahr im Zeichen des Mottos „Innovationen querfeldein – Ländliche Räume neu gedacht“. Damit würdigen die Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ und die Deutsche Bank Ideen und Projekte, die Lösungen für die Herausforderungen der ländlichen Regionen bereithalten.

Innovationen für die ländlichen Räume der Zukunft     

Deutschlandweit bewarben sich rund 1.000 Forschungseinrichtungen, Unternehmen oder Vereine mit ihren zukunftsweisenden Projekten zum Thema „Innovationen querfeldein“. Unterstützt durch einen Fachbeirat wählte eine unabhängige 18-köpfige Jury die 100 Preisträger in den Kategorien Wirtschaft, Kultur, Wissenschaft, Umwelt, Bildung und Gesellschaft.

„Treffender hätte ein Jahresthema Deutschlands regionale Vielfalt gar nicht abbilden können: Die ‚Ausgezeichneten Orte‘ bilden ein einmaliges Netzwerk aus technologischen, wissenschaftlichen und sozialen Innovationen, mit denen wir hierzulande die Zukunft gestalten“, so Jürgen Fitschen, Co-Vorsitzender des Vorstands der Deutschen Bank AG und Mitglied des Präsidiums Deutschland – Land der Ideen e. V.

Spannendes Wettbewerbsjahr

Nun beginnt ein Wettbewerbsjahr voller Ereignisse: Bereits am 3. Juli findet in Berlin ein Netzwerktreffen der 100 Preisträger statt. Von August 2014 bis Februar 2015 feiert jeder von ihnen seine Auszeichnung an einem bestimmten Tag. Im Oktober und November 2014 wählt die Öffentlichkeit per Online-Abstimmung den Publikumssieger. Dieser wird gemeinsam mit sechs Bundessiegern – einer in jeder Kategorie – im Laufe des Wettbewerbsjahres geehrt. Jeder dieser Anlässe bietet den Teilnehmern die Möglichkeit, ihr Netzwerk im Land der Ideen zu erweitern.

Über den Wettbewerb „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“

Auf www.ausgezeichnete-orte.de sind Informationen zu allen Projekten abrufbar. Detaillierte Informationen zum Thema ländliche Regionen in Form von Interviews, Multimediareportagen und aktuellen Studien erhalten Interessierte auf dem Themenportal www.innovationen-querfeldein.de.

Mit der Auszeichnung und Würdigung der Preisträger im Wettbewerb „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“ machen die Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ und die Deutsche Bank die Innovationskraft hierzulande sichtbar. Die Deutsche Bank ist von Beginn an seit 2006 Partner der Standortinitiative und des Wettbewerbs.

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07.02.2014

Aus der Ausgabe (2/2014) der ZfK

Mitbestimmung war wichtiger als Ökologie

Berlin Forscher untersuchten die Motive der Wähler beim gescheiterten Volksentscheid über den Rückkauf der Berliner Netze

Von Markus Graebig, Fachgebiet für Energiesysteme der TU Berlin

Forscher der Technischen Universität Berlin (TU) haben Hintergründe des Berliner Volksentscheids vom November 2013 untersucht. Dabei zeigt sich, wie wichtig den Berlinern die Mitbestimmung in einem neuen Berliner Stadtwerk ist. Ökologische Argumente spielen eine vergleichsweise geringe Rolle.

Die Initiative zu “Rekommunalisierung und Stadtwerke-Gründung” ist in Berlin nur sehr knapp am 25%-Quorum gescheitert. Fast 600 000 Wahlberechtigte (24,2%) haben für die Vorlage des Berliner Energietischs gestimmt, das Berliner Stromnetz zu rekommunalisieren sowie ein kommunales Stadtwerk mit grünem und sozialen Auftrag zu gründen. Forscher der TU Berlin legen nun eine Analyse zu Zielen und Motiven der Wahlberechtigten vordie sich auf eine Befragung von über 2000 Personen vor Wahllokalen in allen Berliner Bezirken stützt.

Erwartungsgemäß zeigt sich, dass linke Kräfte das Rückgrat der Initiative waren. Unter den Befürwortern gibt eine absolute Mehrheit an, den Linken (23,9%) oder den Grünen (28,0%) nahe zu stehen. Unter den Gegnern sind vor allem Anhänger von CDU (32,8%) und SPD (23,6%). Je höher das Einkommen der Befragten ist, desto geringer fällt die Zustimmung zu der Vorlage aus, welche u. a. Sozialtarife und kostenlose Energiespar-Beratungen gefordert hatte. Strompreissenkungen sind den Befürwortern besonders wichtig (56% durchschnittliche Zustimmung), gefolgt von der Einführung von Sozialtarifen, kostenlosen Energiespar-Beratungen und der Gründung eines Kundenbeirats (jeweils rd. 50%). Regional erzeugter Öko-Strom erhält deutlich weniger Zustimmung (23%).

Marktstruktur für Befürworter wichtig

Auf die Frage nach den wichtigsten Motiven für die Abstimmungsentscheidung wird jede zweite Ja-Stimme mit Erwägungen zur Marktstruktur begründet, wobei eine generelle Präferenz für”Staat statt Privat” in der Energieversorgung dominiert. Zweithäufigster Grund (38%) ist der Wunsch nach mehr Mitbestimmung in Energieangelegenheiten – entweder direkt durch einen Kundenbeirat oder mittels Kontrolle des Energieversorgers durch die Stadt. Es zeigen sich aber auch bemerkenswerte Minderheiten: Manche treffen mit ihrer Ja-Stimme eine explizite Protestwahl gegen Vattenfall (knapp 6%) oder als “Signal an die Politik” (5%). Knapp 5% wollen mit ihrer Ja-Stimme für ein Aufbrechen von Monopolen und für die Begründung von mehr Wettbewerb im Energiemarkt eintreten – eine Bemerkenswerte Zahl im Vergleich zu den nur knapp 10%, die ausdrücklich mehr Öko-Strom fordern. Gegner der Vorlage nennen als wichtigste Gründe Sorgen bezüglich der Finanzierbarkeit und finanzieller Folgerisiken (56%) sowie Skepsis an der Umsetzungskompetenz Berlins (18%).

Die Ergebnisse sind zwar nicht repräsentativ für die Berliner Gesamtbevölkerung, da keine Nicht-Wähler befragt wurden, zeigen aber einen guten Querschnitt durch diejenigen 29,1% Wahlberechtigten, die abgestimmt haben. Deren Motive verdienen Aufmerksamkeit, denn 600 000 Ja-Stimmen kommen den 733 000 Zweitstimmen nahe, mit denen die rot-schwarze Regierung aus der Berliner Abgeordnetenhaus-Wahl hervorging. Energieversorger nicht nur in Berlin sollten sich fragen, ob und wie sie ein Bedürfnis ihrer Kunden nach Mitgestaltung befriedigen können.

 

 

08.11.2013

Über 2.000 Wählerinnen und Wähler zum Volksentscheid befragt

Am 3. November wurden im Rahmen eines Projekts des Fachgebiets Energiesysteme der TU Berlin mehr als 2.000 Wählerinnen und Wähler aus allen Berliner Bezirken zu ihren Erwartungen an ein Berliner Stadtwerk befragt. Der Volksentscheid zum Gesetzentwurf des Berliner Energietischs ist am vergangenen Sonntag nur knapp gescheitert.

Die Befürworter des Gesetzentwurfs nennen als bedeutendste Ziele die Senkung der Strompreise (71,4 % durchschnittliche Zustimmung), die Einführung von Sozialtarifen für einkommensschwache Haushalte (71,9 %) und eine direktere Mitbestimmung in Form eines Kundenbeirats (72,9 %). Außerdem ließ sich bei den Beziehern geringer Einkommen (< 1000 €/Monat) mit 93 % eine deutlich höhere Zustimmung zum Volksentscheid feststellen, als bei den Wählerinnen und Wählern mit einem Einkommen von mehr als 5000 €/Monat (70,7% Ja-Stimmen).

Weitere Erkenntnisse der Auswertungen können dieser Pressemitteilung entnommen werden.

Für weitere Informationen, Rückfragen und Kommentare steht Ihnen Markus Graebig (Projektleiter) gerne zur Verfügung.