Stakeholder-Analyse

  • Stadtwerke-Datenbank. Der Begriff des „Stadtwerks“ ist nicht klar definiert, wenngleich in den letzten Jahren die Rechtsprechung verdeutlicht hat, dass ein Stadtwerk zumindest teilweise ein öffentliches Unternehmen mit regionalem Bezug sein muss. Einen öffentlich verfügbaren Überblick der deutschen Stadtwerke gibt es nicht. Diese Lücke möchten wir schließen, indem wir eine Stadtwerke-Datenbank mit betriebswirtschaftlichen, geographischen und strukturellen Parametern zusammentragen. Diese Datenbank befindet sich derzeit am Fachgebiet Energiesysteme der TU Berlin im Aufbau und bildet bereits über 1.500 Energieversorgungsunternehmen ab. Sie stützt sich auf öffentlich verfügbare Informationen sowie auf eigene Recherchen. Aus dem Datenbestand lassen sich neben den Stammdaten der Unternehmen insbesondere die eigentumsrechtlichen Strukturen und Verflechtungen, die Geschäftsbereiche sowie diverse betriebswirtschaftliche Indikatoren entnehmen.
  • Stakeholder-Befragungen. Wir führen umfangreiche Primärdatenerhebungen unter den Stakeholdern (interessierten Kreisen) der Stadtwerke durch und haben uns dabei auf die Methode der Online-Befragung spezialisiert. Befragungen haben bereits unter Stadtwerke-Geschäftsführern, Bürgermeistern und Kunden stattgefunden. Zuletzt haben wir über 4.000 Kunden unseres Kooperationspartners Stadtwerke Tübingen befragt.
  • Begleitforschung zum Berliner Volksentscheid. Am 03.11.2013 fand in Berlin der Volksentscheid „Neue Energie“ statt, mit dem über die Gründung eines Berliner Stadtwerks und über die Rekommunalisierung des Berliner Stromnetzes abgestimmt wurde. Die TU Berlin hat als einzige wissenschaftliche Einrichtung eine umfangreiche Begleitforschung zum Volksentscheid durchgeführt und über 2.000 Wahlberechtigte befragt. Die Ergebnisse liefern detaillierte Erkenntnisse über die Motive und Wünsche der Wahlberechtigten hinsichtlich ihrer Energieversorgung und der Einrichtung eines Stadtwerks.